Creezy – Seelen-Stripteas für Netzwärme

Creezy ist Berlinerin, freie Fotografin, verschuldet, vom Sozialstaat aufgefangen, jetzt wohnungslos. Die Schlösser ausgetauscht, das Hab und Gut gepfändet. Soweit so schlecht. Soweit nichts neues.

Creezy ist Bloggerin, etwa 3000 Einträge haben ihr eine große Leserschaft beschert und gesichert. Und dieser Blog scheint vielleicht ihre letzte Chance zu sein, das Ruder ihres Lebens nochmal rumzureißen.

Lest selbst ihre schonungslose Offenbarung und staunt über die Hilfsbereitschaft und Dynamik, die sich aus diesem Seelen-Striptease entwickelt hat. Und dann teilt es. Mal sehen ob das Netz mehr Hilfe und Nestwärme geben kann, als sie in ihrem Alltag bisher erfahren hat.

 

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Nie wieder Tauben vergiften im Park

“In Österreich wird er erst dann so richtig “berühmt” werden, wenn er – G’tt behüte – gestorben ist.”

Nun ist es soweit. Georg Kreisler ist im Alter von 89 Jahren in Salzburg gestorben. Und mit ihm ein wunderbarer Autor, Musiker und Kabarettist gestorben. Kreisler verpackte messerscharfe Beobachtung in ätzenden Wortwitz und rammte seine scharfzüngigen Texte in den Rücken seiner Zuhörer. Continue reading →

Ziel sch***egal

Der Weg ist das Ziel. Oder doch nicht? Zielegal? nennt sich eine Plattform zur Reisevermittlung, die einen interessanten Ansatz verfolgt. Für alle, die zwar wissen, was sie sich von ihrer Reise erwarten und das Reiseziel erstmal egal ist, haben die Jungs ein nettes Auswahl-Tool entwickelt.

Erstmal den Charakter der Reise auswählen. Männlich-abenteuerlich oder Wellnes-Romantik? Sport oder Kultur? Die entsprechenden Regler können in drei Schritte zwischen wenig und viel positioniert werden. Wer will allerdings eine Reise, die wenig Kultur, kein Sport aber auch keine Erholung, weder Abenteuer noch Romantik bietet? Immerhin werden zu dieser Auswahl Reisen in 93 Länder gefunden. Die richtigen Eingrenzungsoptionen liegen eine Ebene tiefer. Budget, Klima, Reisezeitraum und Dauer, diese Optionen bringen einen näher an die richtige Reise.

Mit einem Budget von 1000 Euro, und zwei Wochen Zeit empfiehlt mir die Software eine zehntägige Skitour in Schweden. Ob da wirklich wenig Sport und wenig Natur geboten wird? Dass dieser Urlaub kein romantischer Wellness-Urlaub ist, da bin ich mir sicher.

Für Reiseanbieter ist es eine tolle Sache, die Beta-Version bietet eine Gratis-Anmeldung und die Plattform verzichtet in der Test-Phase auf Provisionen. Die Plattform lebt natürlich nicht allein von schönen Urlaubsbildern, sondern möchte sich über Provisionen für “qualifizierte Anfragen” verdienen, die laut eigener Aussage sich auf 10 – 20 Euro belaufen, abhängig vom Wert der angefragten Reise. 513 Reisen sind bislang im digitalen Katalog der Plattform, das ist schon ein ordentliches Fundament. Trotzdem bleibt die und die Frage, wie grün eine “Grüne Reise” nach Thailand eigentlich sein kann, die es ebenfalls als Auswahlkriterium gibt.

Alles in allem ist es ein gelungener Ansatz, wo sonst schwingen so große Erwartung und Emotionen mit wie bei der Auswahl des Urlaubsziels? Das Pferd auch einmal rückwärts aufzusatteln und zu fragen, “was will ich” anstelle “wohin will ich”, es war nur ein logischer Schritt. Intermediäre und Vermittler werden als Geschäftsmodell im selben Maße interessanter, in dem das Online-Angebot zunimmt und die Konsumenten immer häufiger ihre Suche im Eingabefeld von Google beginnen.

Ähnliches versuche ich mit Michael Liebert von michael-liebert.de auch für das Weinsegment zu entwickeln. Die Parallelen sind unverkennbar: Eine unerschöpfliche Produktvielfalt, viele Hersteller, noch mehr Anbieter, eine riesige Preisspanne und reinbeissen und vorher testen kann man weder in eine Reise als in eine Flasche Wein. Also muss eine Typisierung der eigenen Bedürfnisse her. Bloß: Wie schmeckt ein abenteuerlustiger Wein?

 

 

Chiemgaukicker – Eimerweise Herzblut

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Falls sich der ein oder andere gefragt hat, weshalb ich ständig alle Kanäle (fb, twitter und co) mit seltsamen Links zu seltsamen regionalen Fußballereignissen zumülle, hier die Antwort.

Seit 5 Wochen versuche ich eine Plattform aufzubauen, die von Fußball-”Narrischen” für Fußball-”Verrückte” gemacht wird. Das bestehende Angebot (chiemgau-online, rosenheim24 und co.) der klassischen Medien geben sich dabei ja bislang wenig Mühe. Ist ja auch irgendwo verständlich, wenn die regionale Fußballberichte über die Woche verteilt mittlerweile das einzige Verkaufsargument der Zeitung ist. Daneben existieren 100te schlecht gepflegte Vereinswebseiten, auf denen Fotos und Berichte mit digitalen Staub bedeckt sind und nur für einige wenige erreichbar sind (löbliche Ausnahmen gibts immerhin doch, für Best-Practice: Teisendorf ).

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